Skip to content

Orgelsommer

Vive Louis Vierne!“

26. Orgelsommer im Quirinusmünster Neuss

Zum 26. Mal veranstaltet der Förderkreis der Kirchenmusik am Quirinusmünster Neuss einen „Orgelsommer“.

„Vive Louis Vierne!“ – lautet 2020 der thematische Rahmen für fünf Konzerte an der großen Münsterorgel aus der Werkstatt Seifert.

Vier Gäste, die an herausragenden Kirchen ihren Dienst tun und Münsterkantor Joachim Neugart werden in fünf Konzerten die ganze Farbigkeit der großen Seifert-Orgel im Quirinusmünster vorstellen, dies mit Schwerpunkt auf Orgelmusik des großen Organisten Louis Vierne von Notre Dame de Paris, der vor 150 Jahren geboren wurde.

Den Auftakt bildet am Sonntag, den 09. August ein Programm mit Ansgar Wallenhorst, Kantor und Organist an St. Peter und Paul in Ratingen, der vor allem als fantasievoller Improvisator einen Ruf über Deutschlands Grenzen hinaus genießt. Er konzentriert sein Programm auf zahlreiche Fantasiestücke sowie die 5. Sinfonie von Vierne.

Im zweiten Konzert am Mittwoch, den 12. August, präsentiert Burkhard Ascherl, Stadtkantor in Bad Kissingen, ein Programm, das den Bogen spannt von den Mozart über Franck bis zu Viernes 6. Orgelsinfonie.

Am Sonntag, den 16. August verwöhnt Peter Van de Velde, Organist an der Kathedrale vonaus Antwerpen die Orgelfreunde mit Musik von Tournemire und Cochereau, bevor die 3. Sinfonie von Louis Vierne den Abend beschließen wird.

Wegen der Einstufung von Antwerpen als Risikogebiet darf Peter Van de Velde nicht einreisen.

An seiner Stelle spielt Gereon Krahforst, Organist der Abtei Maria Laach

Programm Gereon Krahforst 16.08.2020

Christian von Blohn, Kantor in St. Ingbert, ein ausgewiesener Spezialist der großen zyklischen Form, kommt am Mittwoch, den 19. August mit einem großen Programm nach Neuss. Er spielt Viernes 1. Sinfonie und Werke von Naji Hakim.

Im Abschlusskonzert am Sonntag, den 23. August stellt Münsterkantor Joachim Neugart Viernes 2. Sinfonie vor. Dazu gesellen sich Werke von Tournemire und Bachs einzige französisch betitelte Orgelkomposition, das „Pièce d’Orgue“ BWV 572.

Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr. Der Kostenbeitrag zu Orgelkonzerten beträgt jeweils

€ 10.-/ ermäßigt € 7.-; An der Abendkasse wird eine Abo-Card für alle fünf Konzerte zum Preis von € 35,00 in der Tourist-Information angeboten, diese ist auch zu bestellen unter 02131/21719.

Beim Einlass an der Abendkasse wird jeweils um Angabe der Adressdaten und Tel. Nr. gebeten. Einlass empfohlen ab 19:30 Uhr.

Die Geschichte der Orgel des Neusser Quirinusmünsters


Die große Orgel des Quirinus-Münsters Neuss wurde im Jahre 1907 von der Orgelbaufirma Ernst Seifert, Köln-Mannsfeld und Kevelaer im rein pneumatischen Membranladensystem gebaut. Die Disposition umfaßte 78 Stimmen, verteilt auf drei Manuale und Pedal. Das Instrument wurde in den beiden Seitenemporen auf der Nord- und Südseite aufgestellt. Der Spieltisch befand sich auf der Hauptempore. Die Orgel fand damals durch die Fachwelt große Beachtung. Der erste große Einschnitt in die Substanz des Werkes geschah bereits 1914, als bei einem Turmbrand herabstürzende Glocken die Hauptempore und den Spieltisch zerstörten. Die Orgel wurde darauf elektrifiziert, der neue Spieltisch wurde auf der nördlichen Empore plaziert. In dem 1934 für notwendig erachteten Spieltisch finden sich Umbenennungen der Disposition, die dem veränderten Zeitgeschmack entsprachen, zunächst aber keine Eingriffe in das Pfeifenwerk mit sich brachten. Die zum Hauptschiff weisenden Emporenbögen wurden 1938 mit stummen Prospektpfeifen bestückt, um dem Werk ein „würdiges Aussehen“ zu verleihen. 1942 wurde die Orgel ausgelagert, um sie vor Kriegseinwirkungen zu bewahren. 1947 wurde sie dann instandgesetzt. Hierbei kam es dann zu Veränderungen der Disposition im Sinne einer Aufhellung des Gesamtklangs. Gleichzeitig erfolgte die Vorbereitung eines vierten Manualwerkes in Verbindung mit einem neuen Spieltisch, der auch heute noch in Gebrauch ist. 1955 wurde das Pfeifenwerk des vierten Manuals installiert. Bei der jüngsten Reinigung und Instandsetzung 1993/94 wurden sämtliche Windkanäle erneuert, das Schwellwerk erhielt ein neues Gehäuse aus massiver Fichte, die Verkabelung im Spieltisch wurde erneuert, neue Gebläse-Maschinen, jetzt im Gehäuse aufgestellt, sorgen für eine verbesserte Windstabilität. Im Spieltisch wurde eine elektronische Wechselwirkungsschaltung untergebracht. Das Gehäuse wurde farblich neu gefaßt. Die Orgel beweist ihre vorzügliche Eignung zur Darstellung romantischer Orgelmusik in Liturgie und Konzert. Besonders erwähnenswert ist der ausdrucksstarke Fundus an Grundstimmen und Zungenstimmen. Das Werk basiert auf einem 32′-Pedalfundament und umfaßt heute 86 klingende Register. Die samstäglichen Orgelstunden zur Marktzeit und die Münsterkonzerte erfreuen sich einer konstanten Zuhörerschaft. 

Die Orgel erfuhr Ende 2015 eine grundlegende Reinigung, außerdem wurde ein neuer moderner Spieltisch fertiggestellt und eingebaut. Die stummen Prospektpfeifen wurden entfernt – damit erhielt die Orgel ihre ursprüngliche Klangausrichtung zurück.

Datum

09 Aug 2020 - 23 Aug 2020
Ongoing...

Uhrzeit

20:00 - 21:00

Preis

10,00
St.-Quirinusmünster Neuss

Ort

St.-Quirinusmünster Neuss
Münsterpl., 41460 Neuss
Kategorie
QR Code

© 2020